In der Welt der Fermentation, gibt es viele leckere und gesunde Lebensmittel, die du ganz einfach zuhause zubereiten kannst.
Während Klassiker wie Sauerkraut oder Kimchi schon lange bekannt sind, gibt es einen neuen Fermentations-Liebling, der gerade den Weg in viele Küchen findet: fermentierte Tomaten. Diese köstliche Zubereitung ist nicht nur gesund, sondern auch eine tolle Möglichkeit, frische Tomaten auf kreative Weise zu genießen und lange haltbar zu machen. Fermentierte Tomaten sind eine Geschmacksexplosion im wahrsten Sinne des Wortes!
In diesem Artikel erfährst du, wie du fermentierte Tomaten Schritt für Schritt selbst herstellst, warum sie so gut für dich sind und wie du sie in deiner täglichen Küche einsetzen kannst. Ich verspreche dir, sie machen süchtig 😉
Warum fermentierte Tomaten?
Tomaten sind ein unglaublich vielseitiges Gemüse – roh im Salat, als Sauce oder Suppe, und nun auch fermentiert. Außerdem sind Tomaten unglaublich gesund. Sie schützen uns vor freien Radikalen und enthalten reichlich Vitamin E,C und Folsäure. Durch den Fermentationsprozess entsteht eine ganz besondere Würze, die herkömmlichen Tomatenprodukten ein neues Geschmacksprofil verleiht: leicht sauer, pikant und voller Umami.
Die Vorteile der Fermentation:
- Probiotische Power: Fermentierte Tomaten fördern eine gesunde Darmflora, da sie reich an probiotischen Bakterien sind, die während der Fermentation entstehen.
- Verbesserte Haltbarkeit: Fermentierte Lebensmittel sind lange haltbar und bieten eine tolle Möglichkeit, frische Tomaten aus der Saison zu bewahren.
- Leichter verdaulich: Die Fermentation bricht die natürlichen Zucker der Tomaten ab und macht sie leichter verdaulich.
Das Rezept: Fermentierte Tomaten aus dem eigenen Garten
Zutaten:
- 500 g kleine Tomaten (am besten Cherry- oder Cocktailtomaten)
- 2 EL unjodiertes Meersalz oder Steinsalz*
- 500 ml gefiltertes Wasser
- 2 Knoblauchzehen (optional)
- Frische Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Basilikum (optional)
- Ein sauberes, sterilisiertes Einmachglas (1 Liter)*
Zubereitung:
1. Tomaten vorbereiten:
Wasche die Tomaten gründlich. Du kannst sie ganz lassen oder vorsichtig einstechen, damit der Fermentationsprozess schneller beginnt. Wenn du möchtest, kannst du auch die Haut leicht anritzen.
2. Salzlake herstellen:
Vermische das Salz mit dem gefilterten Wasser, bis es sich vollständig aufgelöst hat. Achte darauf, unjodiertes Salz zu verwenden, da Jod den Fermentationsprozess hemmen kann.
3. Glas befüllen:
Gib die Tomaten in das Fermentationsglas*. Wenn du möchtest, füge die geschälten Knoblauchzehen und frische Kräuter hinzu, um den Geschmack zu intensivieren.
4. Salzlake hinzufügen:
Gieße die Salzlake über die Tomaten, bis sie vollständig bedeckt sind. Wichtig: Die Tomaten müssen komplett unter der Flüssigkeit sein, damit sie nicht mit Luft in Berührung kommen, was Schimmel verursachen könnte.
5. Gewichte und Deckel:
Nutze, falls vorhanden, ein Fermentationsgewicht* oder einen kleinen Teller, um die Tomaten unter der Salzlake zu halten. Verschließe das Glas locker oder verwende ein Fermentierglas mit Luftventil, um den Druck während der Fermentation abzulassen.
6. Fermentation:
Lasse das Glas an einem kühlen, dunklen Ort bei Zimmertemperatur (ca. 18-22°C) stehen. Die Fermentation beginnt nach ein bis zwei Tagen. Nach etwa 5-7 Tagen solltest du die Tomaten probieren – sie sollten eine angenehm saure und würzige Note haben.
7. Lagerung:
Sobald die Tomaten den gewünschten Geschmack erreicht haben, stelle das Glas in den Kühlschrank. Dort hält sich deine fermentierte Tomatenspezialität für mehrere Wochen.

Verwendung von fermentierten Tomaten
Jetzt hast du ein Glas voller köstlicher fermentierter Tomaten – aber wie verwendest du sie? Hier sind einige Ideen:
- Salate aufpeppen: Schneide die fermentierten Tomaten in Scheiben und gib sie zu Salaten, um eine säuerliche Note hinzuzufügen.
- Pizza-Topping: Fermentierte Tomaten machen sich hervorragend auf Pizza und verleihen ihr einen zusätzlichen Geschmackskick.
- Bruschetta oder Crostini: Serviere die fermentierten Tomaten auf knusprigem Brot mit etwas Olivenöl und frischem Basilikum – ein unglaublich leckerer Snack!
- Pasta: Füge sie deiner Lieblingspasta hinzu für eine interessante Geschmacksvariante.
- Beilage: Sie eignen sich perfekt als würzige Beilage zu Fleischgerichten oder Käseplatten.
Ein paar schöne Rezepte mit fermentierten Tomaten:
– Fermentierte Tomatensalsa: Kombiniere fermentierte Tomaten mit Zwiebeln, Knoblauch, Jalapenos und Koriander für eine würzige Salsa.
-Tomaten-Knoblauch-Chutney: Mische fermentierte Tomaten mit Knoblauch, Ingwer, und Gewürzen wie Koriander und Kreuzkümmel, um ein aromatisches Chutney herzustellen.
-Tomaten-Pfeffer-Ferment: Mische Tomaten mit fermentierten Paprikaschoten und Basilikum für einen herzhaften Brotaufschnitt.
-Spicy Tomaten-Chili-Sauce: Mische fermentierte Tomaten mit Chili, Knoblauch und einer Prise Zucker als Grundlage für eine pikante Sauce.
– Fermentierter Tomaten-Gemüsesaft: Nutze fermentierte Tomaten als Basis für einen herzhaften Gemüsesaft, vermischt mit Karotten, Sellerie und Gewürzen.
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Warum fermentierte Tomaten so gesund sind
Probiotika: Wie alle fermentierten Lebensmittel sind auch fermentierte Tomaten reich an Probiotika, die für eine gesunde Darmflora sorgen. Eine ausgewogene Darmflora kann das Immunsystem stärken und die Verdauung verbessern.
Nährstoffreich: Durch die Fermentation werden die Nährstoffe der Tomaten noch besser aufgenommen. Die enthaltenen Vitamine, vor allem Vitamin C und Lycopin ( ein starkes Antioxidans in Tomaten, schützt die Zellen vor Schäden durch freie Radikale), bleiben erhalten und können besser vom Körper verwertet werden.
Geringer Zuckergehalt: Während des Fermentationsprozesses wird der natürliche Zucker in den Tomaten abgebaut, was sie zu einer gesünderen Option macht, besonders wenn du auf deinen Zuckerkonsum achtest.
Tipps für die perfekte Fermentation
- Qualität der Tomaten: Verwende immer frische, hochwertige Tomaten, idealerweise aus deinem eigenen Garten oder von einem lokalen Bauernmarkt.
- Nutze Fermentationsgläser*
- Temperaturkontrolle: Achte darauf, dass die Umgebungstemperatur stabil bleibt. Zu hohe Temperaturen können die Fermentation beschleunigen, was zu einem ungleichmäßigen Ergebnis führen kann.
- Geduld haben: Je länger die Tomaten fermentieren, desto intensiver wird der Geschmack. Teste sie zwischendurch, um den perfekten Zeitpunkt für deinen Geschmack zu finden.
Fazit
Fermentierte Tomaten sind der perfekte Einstieg in die Welt der Fermentation. Sie sind nicht nur gesund und lange haltbar, sondern auch unglaublich vielseitig einsetzbar. Mit nur wenigen Zutaten und etwas Geduld kannst du dieses Fermentationsprojekt ganz einfach zu Hause umsetzen und deine Küche um eine neue, spannende Zutat bereichern.
Egal, ob als Snack, Beilage oder raffinierte Zutat für deine Gerichte – fermentierte Tomaten bringen Geschmack, Gesundheit und Nachhaltigkeit in deine Küche. Probiere es aus und lass dich vom Fermentationsfieber packen!
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